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Wie Journalisten die Realität durch eine Medien"realität" ersetzen: Inszenierte Wahrheiten


Eine der besten Ausstellungen, welche ich in den letzten Jahren besuchte, war “X für U – Bilder, die lügen“. Sie zeigte anhand von Hunderten von konkreten Beispielen, wie Medien tricksen und bewusst manipulieren. Die Annahme, dass Medien, wenn sie es denn wirklich wollten (und einige wollen das in der Tat und geben sich auch ent­sprechend Mühe), die Wirklichkeit abzubilden vermöchten, wird zwar allgemein angenommen, ist deswegen jedoch noch lange nicht wahr. Wahr ist, dass die Medien die Wirklichkeit, die in den Medien vorkommt, erst schaffen. Sie tun dies, zuallererst, indem sie auswählen, was sie zeigen wollen und, vor allem, was sie nicht zeigen wollen. Sie definieren Bezugspunkte, stellen Ordnung und Sinn her, geben Kontext vor. Die Realität wird ersetzt durch eine Medienrealität – und diese wird zu einem Selbst­gänger, da sich die Medien vorwiegend daran orientieren, was andere Medien machen. Jetzt ist im Rüegger Verlag ein neues Buch zu genau diesem Thema erschienen.

 



«Einer der spannendsten Schweizer Foto-Theoretiker ist Hans Durrer, dessen neues Buch Inszenierte Wahrheiten. Essays über Fotografie und Medien gerade im Rüegger Verlag erschienen ist. Auf 122 Seiten unternimmt der Autor interessante intellektuelle Sternfahrten in die Medientheorie – und erklärt uns, warum Medien die Wirklichkeit keineswegs abbilden, sondern eher ihre eigene Wirklichkeit schaffen. Aus Realität wird Medienrealität – ein höchst aktuelles Themen-Terrain. Sehr empfehlenswert ist auch der Blog des 1953 geborenen Autors: Across Cultures .»

(Quelle Photoscala)

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Quelle Artikel: Reimann-Blog




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