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Buchhinweis: Verfassungsbeschwerden gegen den Eurostabilisierungsmechanismus sowie gegen die Griechenland-Hilfe


Der Berliner Wirtschaftsprofessor Markus C. Kerber kämpft vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen die deutsche Haftung für Euro-Schwächekandidaten. Kerber will dem Bürger Schutz vor staatlicher Räuberei zusichern. Und deshalb klagt er gegen die Griechenland-Hilfe und gegen den sogenannten Euro-Stabilisierungsmechanismus. Die beiden Klagen sind nun mit einem informativen Vorwort in Buchform veröffentlicht worden. Das Buch ist zwar primär eine juristische Schrift, aber die Vorgänge, um die es geht, sind dramatisch. Das Eigentum des Bürgers ist in hohem Masse gefähdet. EU-Verträge sowie der Stabilitätspakt werden leichtfertig über Bord geworfen, dafür wird willkürlich weitere Macht an die EU übertragen. Irgendwann wird es für die Sparer und für die Steuerzahler teuer, unvorstellbar teuer. Und noch ist unklar, was nach Griechenland und Irland folgt. Ein Dominoeffekt ist nicht ausgeschlossen. Die NZZ vom 1. Dezember attestiert dem Buch, dass es “so spannend wir ein Krimi” ist. Dies kann ich nur bestätigen! Wer sich über die Hintergründe und die Folgen vom “Euro-Rettungsschirm” sachkundig informieren will, der kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Gebundene Ausgabe: 197 Seiten
Verlag: Lucius & Lucius (Oktober 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3828205208
ISBN-13: 978-3828205208

Klappentext:
Noch am Wochenende des 9./10. Mai 2010, kurz nach der Abstimmung über die Griechenland-Hilfe im Bundestag, wurden – mit der ganzen Urgewalt des politischen Ausnahmezustands die tragenden Normen der Währungsunion suspendiert. Ein Eurostabilisierungsmechanismus , an dem Deutschland mit 148 Mrd. EUR und die Europäische Union mit 60 Mrd. EUR beteiligt sind sowie 250 Mrd. EUR eventuell von Seiten des Internationalen Währungsfonds geleistet werden, soll die Eurozone stabilisieren . Die Europäische Zentralbank sprach von Marktstörungen und kaufte mutig innerhalb kürzester Zeit Staatsanleihen der mediterranen Länder für bis zu 60 Mrd. EUR auf. Obwohl die deutschen Politiker bei der Bevölkerung für das Europrojekt in den 90er Jahren mit den Worten der Euro werde mit der gleichen Stabilitätskultur gelebt wie die Deutsche Mark geworben hatten, legten sie Bedacht darauf, dass der Eurorettungsschirm weder das Bail-out-Verbot noch das Verbot der monetären Finanzierung (Art. 123, 125 AEUV) verletzen würden. Kurzum: Ein Lesebuch für den zivilen Ungehorsam.



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